DIN 4150 Teil 2: “Erschütterungen im Bauwesen – Teil 2: Einwirkungen auf Menschen in Gebäuden”

Messgrößen

Gemessen wird die Schwinggeschwindigkeit: v(t) in den Richtungen x, y (horizontal) und z (vertikal). Für die Beurteilung der Erschütterungseinwirkungen auf Menschen erfolgt eine Frequenzbewertung der Schwinggeschwindigkeit über eine Filterfunktion nach DIN 45669-1. Der Effektivwert des in Echtzeit frequenzbewerteten Signals KBF(t) wird mit aufgezeichnet.

Bei der Ermittlung von KBF – bewerteten Größen liegen die messtechnisch bedingte Unsicherheiten erfahrungsgemäß bei 15 %.

Beurteilungsgrößen

  • KBFmax – Maximal bewertete Schwingstärke:
    Maximaler Effektivwert der frequenzbewerteten Schwinggeschwindigkeit KBF(t) in der horizontalen und vertikalen Schwingungsebene, der während des jeweiligen Messabschnittes (einmalig oder wiederholt) auftritt und der zu untersuchenden Ursache zuzuordnen ist.
  • KBFTi – Taktmaximalwert:
    Die Messzeit wird in Takte von je T = 30 s eingeteilt. Jedem dieser Takte wird der darin erreichte Maximalwert der bewerteten Schwingstärke KBF(t) zugeordnet (Index i entspricht der Taktnummer). Takte mit einem Maximalwert von KB < 0,1 werden mit dem Wert 0 belegt.
  • KBFTr – Beurteilungs-Schwingstärke:
    Über die Beurteilungszeit (Tag bzw. Nacht) ermittelter Taktmaximal-Effektivwert unter Berücksichtigung eines Gewichtsfaktors für Einwirkungen, die in den Ruhezeiten auftreten.
  • vmax – Maximale Schwinggeschwindigkeit:
    Betragsmaximalwert der Schwinggeschwindigkeit innerhalb eines Messabschnittes